Dein Weg zum passenden Coaching: Ein Überblick über die wichtigsten Formate

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Dein Weg zum passenden Coaching: Ein Überblick über die wichtigsten Formate

In diesem Artikel verwende ich zur besseren Lesbarkeit die Begriffe Coach (die Person, die ein Coaching anbietet) und Coachee (die Person, die ein Coaching in Anspruch nehmen möchte) in der männlichen Form. Ich beabsichtige damit keine Wertung. In meiner Welt sind Menschen aller Geschlechter gleich gut geeignet, Coach oder Coachee zu sein.


Coaching ist ein kraftvolles Werkzeug, um Klarheit zu gewinnen, neue Perspektiven zu entwickeln und persönliche Ziele zu erreichen. Doch Coaching ist nicht gleich Coaching: Verschiedene Formate bieten unterschiedliche Erlebnisse und Vorteile. In diesem Artikel stelle ich verschiedene Arten des Coachings vor und beleuchte, wie sie sich unterscheiden und welche Vorteile sie jeweils bieten.

Selbstreflexion: Der Dialog mit dir selbst

Selbstreflexion bedeutet, dass du allein auf deine Gedanken und Gefühle zu blickst und dich selbst ehrlich zu hinterfragen. Dies erfordert keine Begleitung durch einen Coach und du bist ganz flexibel in der Durchführung. Du reflektierst dann, wann für dich Zeit und Raum passen. Selbstreflektion ist total hilfreich, um Veränderungen zu fördern. In meinem Blogartikel Selbstreflexion: 10 Methoden für Klarheit und persönliches Wachstum erkläre ich, welche Techniken dir dabei helfen können. 

Selbstreflexion kann viel in Bewegung setzen, wenn du es richtig angehst. Wichtig ist, dass du drei Dinge im Kopf behältst, um langfristig erfolgreich zu reflektieren:

  • Hol dir Unterstützung: Selbstreflexion muss kein einsamer Prozess sein. Feedback von anderen kann dir helfen, blinde Flecken zu entdecken. Aber wähle deine Feedbackgeber umsichtig aus – jemanden, dem du vertraust und der dich ehrlich und konstruktiv unterstützt.
  • Inhalt vor Prozess: Achte darauf, dich auf die richtigen Fragen zu konzentrieren. Was-Fragen wie „Was brauche ich?“ oder „Was möchte ich ändern?“ sind oft hilfreicher als Warum-Fragen, die dich eher in die Vergangenheit ziehen.
  • Nimm dir die Zeit, die du brauchst: Gönn dir die Zeit zum Reflektieren, auch wenn es nicht jeden Tag klappt. Regelmäßige kleine Reflexionsroutinen sind oft wirkungsvoller als große, seltene Sessions.

Manchmal braucht es aber mehr, um voranzukommen. Gerade wenn starke Emotionen oder blinde Flecken ins Spiel kommen, kann es schwerfallen, sich ohne fremde Hilfe zu reflektieren. Dann kann ein Coaching genau das Richtige für dich sein. Lass die Finger vom Selbst-Coaching. Das ist (zumindest in meinen Augen) kein Coaching, sondern nur ein fancy Begriff für Selbstreflexion. Kommst du mit Selbstreflektion nicht weiter, wird dir Selbst-Coaching auch nicht helfen.

Ein professionelles Coaching bietet dir hingegen die Möglichkeit, dass dir jemand von außen hilft, deine eigene Lösung zu finden. Ein guter Coach stellt dir keine vorgefertigten 0815-Antworten bereit, sondern arbeitet mit dir auf Augenhöhe und begleitet dich dabei, deine ganz individuellen Wege zu finden. 

Coaching am Telefon: Fokussiert und flexibel

Beim Telefon-Coaching arbeitest du mit dem Coach ausschließlich über das gesprochene Wort zusammen. Ohne visuelle Hinweise ist es für deinen Coach eine besondere Herausforderung, sich durch Stimme und Tonlage in dich einzufühlen und mit dir mitzuschwingen. Dennoch bietet das Telefon-Coaching ein hohes Maß an Flexibilität, da es zeitlich und örtlich ungebunden ist.

Diese Form des Coachings ist besonders für dich geeignet, wenn du kurze, zielgerichtete Impulse benötigst. Sie kann in stressigen Alltagssituationen eine schnelle und effektive Unterstützung bieten, um Klarheit zu gewinnen. 

Generell ist Coaching nur wirklich effektiv, wenn du mit deinem Coach auf einer vertrauensvollen Ebene zusammenarbeitest. Deshalb empfehle ich dir diese Art der Zusammenarbeit nur, wenn du dir diese mit deinem Coach bereits erarbeitet hast. Und eine vertrauensvolle Ebene erarbeitet ihr euch typischerweise durch Coachings am Computer oder in Präsenz.

Coaching am Computer: Der virtuelle Raum

Im digitalen Coaching via Computer und Kamera erweitert sich die Kommunikation um Mimik und Gestik. Und das ermöglicht deinem Coach eine tiefere Einfühlung und lebhafte Interaktion. Es bietet sich als ein idealer Kompromiss zwischen der Flexibilität des Telefon-Coachings und der Intensität der Präsenzarbeit an. Virtuelles Coaching eignet sich hervorragend für dich, wenn du an einem anderen Ort als dein Coach lebst. Oder wenn aus anderen Gründen ein Treffen in Präsenz für euch nicht möglich ist. 

Bei einem Coaching am Computer triffst du dich mit deinem Coach in einem virtuellen Raum. Dadurch kann dein Coach visuelle Eindrücke aufnehmen und auf deine nonverbalen Signale reagieren. Gleichseitig, bist du aber auch noch in dem Raum, in dem sich dein Körper befindet. 

Du leistest einen wertvollen Beitrag zum Coaching, wenn du auf folgende Dinge achtest:

  • Ungestörter Raum: Sorge dafür, dass du ganz ungestört mit deinem Coach sprechen kannst. Dazu gehört auch, Unterbrechungen vorzubeugen. Sollte sich Tante Käthe zum Besuch angekündigt haben, stelle sicher, dass ein anderes Familienmitglied sie in Empfang nimmt. 
  • Angenehme Atmosphäre: Wähle einen Raum, in dem du dich wohl fühlst. Und überlege, was du tun kannst, um dich voll auf das Coaching zu konzentrieren. Einmal lüften? Wasser zum Trinken bereitstellen? Egal was es ist, erledige es vor dem Coaching.
  • Funktionierende Technik: Sorge dafür, dass die Lichtverhältnisse so sind, dass dein Coach dich gut erkennen kann. Schau am besten direkt in die Kamera. Teste vorab auch Mikrofon und Lautsprecher.

Wenn du es schaffst, alle möglichen “Störfaktoren” zu beseitigen, um dich vollkommen auf das Coaching zu konzentrieren, dann kann ein virtuelles Coaching genauso effektiv sein wie ein Treffen in Präsenz.

Präsenz-Coaching: Die Kraft der persönlichen Begegnung

Das Präsenz-Coaching ist die intensivste Form des Coachings. Hierbei befindest du dich am gleichen Ort wie dein Coach. Das erlaubt dir, dich besser auf das Coaching zu konzentrieren. Gleichzeitig erlaubt es deinem Coach, dich mit all seinen Sinnen wahrzunehmen. Er kann dann noch besser auf deine  Körperhaltung, Mimik, Gestik eingehen. Außerdem fällt es den meisten Menschen leichter Vertrauen durch direkte Interaktion aufzubauen.

Präsenz-Coaching erfordert zwar mehr Zeit und Planung, doch die Intensität und die Tiefe des Austauschs kann besonders hilfreich sein, wenn es um komplexe Themen geht. 

Fazit: Die richtige Coaching-Form finden

Obwohl Präsenz-Coaching zweifellos das intensivste Erlebnis bietet, haben auch die anderen Formen ihre Berechtigung. Selbstreflexion ist ideal für die persönliche, unabhängige Auseinandersetzung mit dir selbst, Telefon-Coaching bietet fokussierte Impulse ohne visuelle Ablenkungen und Coaching am Computer stellt eine flexible und dennoch persönliche Alternative dar. Letztendlich hängt die Wahl der passenden Coaching-Form von deinen individuellen Bedürfnissen und deinem Ziel ab. Es ist auch gut möglich, die verschiedenen Formen miteinander zu kombinieren. 

Interessiert dich, wie ein Coaching inhaltlich ablaufen kann? Dann ließ mal in meine Fallstudie zum Coaching einer Lehrerin rein. 

Wer schreibt hier?

  • Profilbild von Ulrike Wolf

    Sie kennt den Moment, in dem man lauter wird, als man eigentlich wollte, aus eigener Erfahrung. Ulrike Wolf begleitet vorrangig Mütter dabei, mit Nervensystemregulation und Bindungsspielen aus Stress und Reaktivität auszusteigen und zurück in echte Verbindung mit sich selbst und ihrer Familie zu finden.
    Selbst vor Jahren vom Bindungsspiel-Virus angesteckt, möchte sie ihn heute an möglichst viele Eltern und pädagogische Einrichtungen weitergeben. Dafür bietet die zertifizierte Coachin aus Lüneburg den Gruppenkurs Spielpause, individuelle Einzelbegleitung und Workshops für Kitas und Schulen an. Mehr über ihre Arbeit.


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