Während ich den Jahresrückblick 2025 schreibe, merke ich: Dieses Jahr fühlt sich nicht nach großen Meilensteinen an. Sollte es auch gar nicht, da es unter dem Motto “Schritt für Schritt” stand. Und so habe ich eine Fuß vor den anderen gesetzt. Ich habe ausprobiert, verworfen, neu justiert – und bin immer wieder bei der gleichen Erkenntnis gelandet: Es wird stimmig, wenn es sich nach Verbindung anfühlt. Mit mir selbst, mit anderen und mit dem, was ich in die Welt bringen möchte.
Weniger System, mehr Verbindung
Wenn man beginnt “irgendwie was online” zu machen wird einem ja viel erzählt, was man dazu alles braucht. Bei Website und Newsletter gehe ich mit. Aber das Konzept vom klassisches Funnel mit Freebie, Miniprodukt und “großem” Kurs fühlte sich bereits im letzten Jahr nicht so wirklich nach einem Match an. Aber hey, alles hat eine zweite Chance verdient (und den logischen pro-Argumenten kann ich bin heute folgen). Also noch ein Versuch zu Beginn des Jahres.
Und wieder lief es nicht rund. Es lag nicht an der Technik. Die ist eher eine willkommene Herausforderung und all das Neue, was ich dabei lerne, zündet mich an. In meiner Begeisterung für das Lernen übersehe ich auch gerne mal, dass das Gelernte nicht unbedingt dran ist. So weiß ich zum Beispiel wie ich über Zaphier Stripe mit meinem Emailsystem verbinde. Und das nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. Aber brauche ich das jetzt gerade? Nö.
Im Frühjahr habe ich die zweite Versuchsreihe dann für beendet erklärt. Bis heute übrig geblieben ist der Abendcheck. Ein Freebie von dem ich immer noch überzeugt bin. Und dann habe ich etwas ausprobiert, worauf ich schon länger Lust hatte und wofür auch nicht allzu viel Technik nötig war: die Ankerzeit-Woche.
Damit wollte ich Mütter erreichen, die morgens schon im Stressmodus aufwachen und abends nicht mehr abschalten können. Mütter, die sich nach innerer Ruhe sehnen und sich selbst viel zu oft hinten anstellen. Und ich wollte ihnen zeigen: Ihr müsst nicht mehr leisten, um wieder bei euch anzukommen. Ihr dürft einfach sein.
Hat geklappt!
Die Entspannungsübungen taten mir sehr gut. Die Atemübungen habe ich mit meiner ganzen Familie geübt und sie haben das sehr gut angenommen. Vielleicht können wir das in stressigen Situationen für uns nutzen.
eine Mutter
Ich habe schon viele Online Kurse gemacht bzgl. Achtsamkeit, aber diesmal war es für mich null stressig und einfach nur schön.
eine andere Mutter
Genau so war es gedacht: Echtheit statt perfekte technische Umsetzung. Verbindung statt Pflichtgefühl.
Auch für mich war diese Woche ein Anker: Ein Projekt, das mich wieder mit meiner Vision verbunden hat. Ein Beweis dafür, dass jeder Mensch gut damit beraten ist, auf das liebe Bauchgefühl zu hören und den Verstand mit seinen allzu rationalen Argumenten nicht überzubewerten. Tja, eigentlich weiß ich das. Im Gespräch mit Solveig zum Thema Entscheidungen treffen, ging es genau darum. Und ja, auch in meinen Coachings stoße ich da immer wieder drauf. Aber wenn’s einen selbst betrifft, hat man manchmal Tomaten auf den Augen und dreht eine Extrarunde 😅.
Nach dem Sommer wollte dann die nächste Idee umgesetzt werden und ich habe die Spielpause ins Leben gerufen. Diesmal ging es auch wieder um Entspannung und Verbindung, und zwar mit Hilfe der Bindungsspiele. Die meisten Erwachsenen kennen sie bereits, nur nicht unter dem Namen. Und leider spielen die meisten von uns diese Spiele umso weniger, je älter die Kinder werden. Dabei sind es gerade die Bindungsspiele, die dir und deinem Kind helfen, im stressigen Familienalltag wieder zueinander zu finden.
Ich will erzählen, wie sehr der Impuls „Mach ein Spiel draus!“ bei uns nachgewirkt hat. Unser absolutes Dauerthema ist das Anziehen. Von „Nur gestreift!“ über „Jeans? Niemals!“ bis „Kein Bündchen!“ – wir hatten wirklich schon alles. Die Morgende waren entsprechend zäh und nervenaufreibend.
Lisa D., Mutter von zwei Kindern
Am Dienstagmorgen, beim üblichen genervten Blick meines Sohnes auf die Hose, dachte ich plötzlich: Okay. Ein Spiel also. Ich habe spontan die Rolle der Stylingberaterin übernommen, ihm die tollsten Outfits präsentiert und er durfte auswählen.
Es hat sich noch etwas holprig angefühlt. Ich in dieser neuen Rolle und natürlich hatte mein „Kunde” auch noch etwas zu bemängeln. Deshalb hab ich mir am Abend dann vorgestellt, dass ich einfach ganz entspannt bleibe und mir das Gemeckere nichts ausmacht. Ist ja nur ein Spiel: Ich bin die verständnisvolle Mama, mein Kind darf meckern und ich bleib gelassen.
Und was soll ich sagen: Am Mittwoch ging es viel leichter. Mehr Gelassenheit bei mir, weniger Widerstand bei ihm.
Danke für diesen so einfachen und gleichzeitig so wirkungsvollen Perspektivwechsel!
Dieses Jahr hat mir sehr deutlich gezeigt, dass mein Weg nicht über perfekte Konzepte und ausgeklügelte Systeme führt, sondern über Echtheit, Verbindung und das Vertrauen in mein Bauchgefühl. Immer dann, wenn ich losgelassen habe, was sich richtig anfühlen sollte, und stattdessen Formate gewählt habe, die nahbar und menschlich waren, ist genau das entstanden, was ich mir wünsche: Wirkung und Sinn.
My Blog, my castle, mein Spielplatz
Im letzten Jahr habe ich entdeckt, dass mir das Bloggen Spaß macht. Wenn mir etwas Spaß macht, will ich darin meistens auch besser werden (ja, da haut mal wieder die Begeisterung fürs Lernen rein) und so habe ich mich im Februar für die SEO-Schatzkarte bei Jane von Klee angemeldet. Hui, was für ein Abenteuer. Dabei habe ich nicht nur Ortskenntnisse im Keyword-Dschungel gesammelt, mich in die Bedienung von Analysetools eingefuchst, sondern auch eine ganze Menge über das Schreiben gelernt.
Nicht alles hat immer sofort funktioniert, aber ich sehe das Bloggen mittlerweile als Spiel. Es gibt ein paar Regeln, an die man sich halten darf (ja, auslegen und dehnen gehört auch dazu). Sind diese erstmal verinnerlicht, komme ich wie auch beim Spielen schnell in einen Flow. Wenn ich nach so einem Flow-Moment wieder auftauche, werde ich das Gefühl nicht los, dass da schon wieder jemand an der Uhr gedreht hat. Wie jetzt, schon wieder so spät?! Ich wollte doch nur mal kurz…
Im Rückblick 2024 habe ich mir zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr 30 neue Blogartikel zu veröffentlichen. Dieses Ziel habe ich zwar nicht erreicht (mit diesem Artikel komme ich auf 25), aber das liegt vor allem an zwei bewusst getroffenen Entscheidungen:
- ich schreibe keine Monatsrückblicke mehr, sondern Quartalsrückblicke (warum erkläre ich in Bye, Bye Monatsrückblick)
- ich habe einen Teil meiner Blog-Zeit in die Optimierung bestehender Artikel gesteckt (einige Artikel habe ich nochmal komplett umgeschrieben)
In Summe bin ich mit der Entwicklung meines Blogs zufrieden. Die Suchmaschinen finden mich und mittlerweile kommen die meisten Menschen über organic search zum ersten Mal auf meine Website. Die Nutzerzahlen über das gesamte Jahr liegen laut Analytics bei 1459. Das ist nicht so viel, wenn ich die Zahlen meiner Website mit den Zahlen anderer Websites vergleiche. Aber das Bild wird stimmig, wenn ich meine aktuellen Nutzerzahlen denen aus dem letzten Jahr (117) gegenüber stelle. Auch die Domain Authority entwickelt sich laaagsam aber stetig nach oben. Je nachdem welches Tool ich befrage, liegt sie zwischen 2,9 (ahrefs) und 7 (moz).
Würden nur rein strategische Überlegungen hinter dem Bloggen stehen, hätte ich vermutlich weniger Freude daran. Und deshalb halte ich auch immer wieder Ausschau nach interessanten Blogparaden. Bei einer Blogparade gibt eine Person ein Thema vor und alle, die meinen dazu etwas schreiben zu wollen, verfasst einen Artikel und verlinkt ihn entsprechend. Für mich ist es immer spannend zu lesen, welche Perspektive andere Menschen auf ein bestimmtes Thema haben. In diesem Jahr habe ich an drei Blogparaden teilgenommen:
- Drei Bücher, die mein Leben auf den Kopf gestellt haben
- “Kein Schaden so groß…” Was meine Oma mir über Zuversicht beigebracht hat
- Raus aus der Grübelfalle: 9 Tipps, um das Gedankenkarussell zu stoppen
Außerdem ist es mir gelungen, mein zweites Blog-Ziel zu erreichen und zwar die Veröffentlichung von drei Gastartikeln 🎉.
- So gelingt dir der Wiedereinstieg in den Job nach der Elternzeit
- Bei dir bleiben: Wie du Mom-Shaming in der Schwangerschaft erkennst und dich abgrenzt
- 5 Wege, gelassen zu bleiben, wenn dein Kind dich auf die Palme treibt
Gastartikel platziert man ja nicht mal eben so auf anderen Blogs. Meistens geht dem ja ein wenig Annäherung und Kennenlernen voraus. Und das bringt mich direkt zum nächsten Highlight.
Mein Netzwerk-Muskel und ich
Zugegeben, Smalltalk ist echt nicht mein Ding. Laut DISC ist Blau mein Heimatquadrant und neuen Kollegen sage ich mittlerweile ganz offen, dass sie mir bitte direkt ihr Anliegen mitteilen dürfen, anstatt das Gespräch über einen länglichen “Und was hast du so am Wochenende gemacht? Das Wetter war ja echt wunderbar.”-Umweg aufzuwärmen. Kurzer Irritation folgt dann meistens ein erleichtertes Lächeln bei meinem Gegenüber.
Dementsprechend schwer habe ich mich lange mit dem Netzwerken getan. Aber wer sagt eigentlich, dass beim Netzwerken nur belanglose Informationen ausgetauscht werden? Richtig, niemand! Das war lediglich eine Vorstellung in meinem Kopf – eine, die mich davon abhielt, neue Erfahrungen zu sammeln (man könnte sie auch einen negativen Glaubenssatz nennen). Sobald ich begann, mit einem anderen Blick auf das Thema Netzwerken zu schauen, gruselte es mich auch nicht mehr davor.
Zwar stand es nicht auf meiner Ziel-Liste für 2025, trotzdem habe ich ganz bewusst an Netzwerkveranstaltungen teilgenommen und (gemäß meines 2025er Mottos) Schritt für Schritt meinen Netzwerk-Muskel trainiert. So habe ich Heike Bartsch und Solveig Dahlheimer kennengelernt und aus diesen Begegnungen haben sich nicht nur wahnsinnig interessante Gespräche, sondern auch Gastartikel-Kooperationen entwickelt.
Außerdem liebe ich es, wenn Netzwerke auf gegenseitiger Unterstützung basieren. Wie beispielsweise bei meiner ehemaligen Lerngruppe aus der Coaching-Ausbildung. Zwar hatten uns die Trainer damals gesagt, dass manche Gruppen weit über die Ausbildung hinaus bestehen bleiben, aber so wirklich glauben konnte ich das zum damaligen Zeitpunkt nicht. Entsprechend kam mir auch nicht in den Sinn, dass ich selbst Teil einer solchen Gruppe sein könnte. Und doch bin ich es nun: Aus unserer Lerngruppe hat sich ein “harter Kern” von vier Personen gebildet, die sich regelmäßig austauschen und unterstützen.
2025 hatte ich gleich zwei Gänsehautmomente mit dieser Gruppe. Im Frühjahr brauchte eine Person dringend Hilfe, innerhalb von 30 Minuten kamen von den anderen Dreien konkrete Unterstützungsangebote in den Gruppenchat.

Im Herbst trafen wir uns alle in Hamburg zu einem Workshop-Tag der etwas anderen Art. Hintergrund war, dass jemand aus der Gruppe 2026 einen neuen Job antritt. Jemand anderes fragte: „Wie bereitest du dich darauf vor?”. Und schon war die Idee geboren, es mal anders als sonst zu machen. Absichtsvoller. Mit Blick auf die eigenen Werte und die Vision für diesen Job. So bündelten wir all unsere verschiedenen Kompetenzen, um gemeinsam sowas wie einen Drei-Monats-Plan zu erarbeiten. Tatsächlich fand sich sowohl ein Termin, an dem wir uns alle Zeit nehmen konnten, als auch ein Raum, der sich gut für unser Vorhaben eignete und den wir alle gut kannten. Back to the roots: der Glaskasten bei V.I.E.L am Elbberg.
An der Wurzel gepackt
Jedes Jahr ein Projekt im Garten. Warum eigentlich Gärtnern? Früher habe ich es überhaupt nicht verstanden, wenn meine Mutter von der Arbeit kam und dann erstmal im Garten verschwand. Doch mittlerweile kann ich selbst dem Unkraut jäten etwas abgewinnen 😉.
Auch in diesem Jahr habe ich Dinge bei der Wurzel gepackt. Aber diesmal war das Gewächs etwas größer: die Thuja-Hecke. Zum Glück war sie relativ schmal gewachsen, so dass es kein schweres Gerät brauchte, um sie wieder loszuwerden. Bei guten 60 Metern Hecke zogen sich die Arbeiten dennoch (in den Rückblicken Q2 2025 und Q3 2025 habe ich bereits von diesem Projekt geschrieben).
Letztendlich ist in diesem Jahr alles fertig geworden, was ich mir vorgenommen habe. Die alte Hecke ist weg, alle Zaunelemente stehen, die neuen Pflanzen wurden eingebuddelt. Und ich hoffe, dass ich mich ab dem Frühjahr an blühender Pracht erfreuen kann. Bis die neue Bepflanzung den gleichen Sichtschutz bietet wie die olle Hecke, wird es aber noch etwas dauern.
Damit habe ich grundsätzlich kein Problem. Im Gegenteil, ich mag diese langfristigen Projekte. Wenn man sich erstmal einen Plan macht. Ganz egal, wie gut der dann aufgeht oder nicht. Es geht mir dabei eher darum, eine Vision von dem zu entwickeln, wie es sein könnte und auf die dann hinzuarbeiten. Ich sehe mich schon unterm Ahornbaum sitzen, Kaffeebecher in der Hand und die Bienen beim Nektarsammeln beobachten. Das könnte dann so aussehen:

Schulstart: Begleiten statt Funktionieren
In diesem Jahr ist mein zweites Kind zur Schule gekommen. Und diese Zeit vor der Einschulung konnte ich viel bewusster als einen Abschied wahrnehmen. Vom Kita-Alltag, von Matschhosen und kurzen Gesprächen an der Garderobe.
Die Einschulung selbst hat mich dieses Mal viel mehr berührt als beim ersten Kind. An unserer Grundschule gestalten die Drittklässler das Programm für die neuen Erstklässler. Und so stand mein großes Kind auf der Bühne, während mein anderes eingeschult wurde. Die Schulhymne, die mir zwei Jahre zuvor kaum aufgefallen war, ging mir diesmal direkt ins Herz.
Wir sind eine Schule für alle,
Eine Schule für alle von Stefan Pleß
jeder gehört mit dazu
und zu dieser Schule für alle
gehörst auch du und du dazu.
Wir hatten wirklich Glück. Mein Kind kam in eine tolle Klasse, kannte schon ein paar andere Kinder und hat eine Lehrerin, die Sätze sagt wie: „Die Hauptsache ist, dass Ihr Kind die Lernfreude behält.“
Und trotzdem: Der Schulstart war und ist herausfordernd. Vielleicht liegt es daran, dass Kinder verschieden sind, auch wenn sie die gleichen Eltern haben. Ist irgendwie wie beim Stillen. Auch das durften Kind zwei und ich damals nochmal neu lernen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Kind zwei bei seiner Einschulung sechs Monate jünger war als Kind eins. Wir Erwachsenen neigen dazu zu unterschätzen, was ein Zeitraum von sechs Monaten (8,3% ihrer bisherigen Lebenszeit) für 6-jährige Kinder bedeutet. Nur mal zum Vergleich, bei einer 40-jährigen Person macht das fast fünf Jahre. Was ist denn bei dir in den letzten fünf Jahren passiert? Hat sich da was getan, hast du was Neues gelernt, gab es Entwicklung? Ich habe eine Vermutung, schreib mir gerne deine Antwort unten in die Kommentare 👇.
Und was ist nun so herausfordernd? Der Umgang mit Stiften fällt nicht leicht. Das lange Sitzen auch nicht. Und das Fremdbestimmtsein ist für ein Kind mit großem Autonomiebedürfnis richtig anstrengend. Wenn etwas nicht sofort gelingt, kommt schnell ein entschiedenes: „Ich kann das einfach nicht!“
Vier Monate Schule haben mir nochmal sehr klar gezeigt: Lernen verläuft in Phasen. Erst das Zuschauen. Dann das Ausprobieren. Mit Frust, Tränen und auch mal fliegenden Stiften. Und irgendwann dieser Moment, in dem es plötzlich klappt. Fast unbemerkt. Und manchmal sogar mit einem Lächeln.
Was meinem Kind in diesen Monaten am meisten geholfen hat, waren nicht zusätzliche Übungen. Sondern diese Phasen erleben zu dürfen, ohne bewertet zu werden. Und natürlich auch das spielerische Dranbleiben. Nebenbei immer wieder mal was machen, was auf den ersten Blick nichts mit Schule zu tun hat, aber sehr wohl auf seine Feinmotorik- und Lesekompetenzen einzahlt. Viele Anreize dazu fand ich bei Elisabeth Derler. Und so gab es immer wieder Momente, in denen mein Kind selbst merken konnte: Ich krieg das hin. Genau daraus wächst Selbstvertrauen.
Heute, vier Monate später, fühlt sich Schule nicht mehr neu an. Aber sie fühlt sich auch noch nicht selbstverständlich an. Und das ist okay. Es hilft mir, die Einschulung als einen Prozess zu sehen. In diesem Übergang bündeln sich viele Themen, die mich dieses Jahr getragen haben – Vertrauen statt Kontrolle, Verbindung statt Druck und die Erkenntnis, dass Entwicklung Zeit braucht. Nicht nur für mein Kind, sondern auch für mich.
Weitere besondere Momente in 2025
Zwar habe ich es geschafft, in diesem Jahr deutlich häufiger Ereignisse fotografisch festzuhalten. Aber viele Momente entwischen mir, wenn ich das Handy zücke. Also lieber das Telefon in der Tasche stecken lassen, den Moment genießen und später dann auf anderem Wege festhalten. Seit Weihnachten habe ich auch einen Beutel, der diese Haltung legitimiert:

Ich war schockverliebt, kannte noch nicht mal den Verfasser dieser Worte. Als ich dann recherchierte und auf den dazugehörigen Song stieß, hat mich die Schwere, die darin mitschwingt, überrascht. Aber wie so häufig liegt gerade in der Traurigkeit etwas Berührendes. Die letzten Zeilen des Liedes sind es, die nachhallen und etwas in Bewegung bringen.
Es gibt kein Happy End, es gibt nur den Moment
Dein Haus von Max Prosa
Und der leuchtet dir den Weg für die Sekunde, die er brennt
Wenn dein Haus nicht mehr steht, was machst du dann?
Wo kriechst du hin? Was fängt dann an?
Nun aber genug philosophiert. Hier kommt eine Auswahl meiner besonders schönen Momente – mal mit, mal ohne Bild.

Besuch des Skateparks mit Freunden. Alle hatten soviel Spaß, dass sie zwei Tage später nochmal hingefahren sind.



Ein schönes Kita-Abschiedsfest auf dem Spielplatz gefeiert: Mitbringbüffet, Seifenblasen, Kinderlachen und lockere Gespräche.

Meine beste Freundin besucht und anschließende einen sturmfreien Abend bei meiner Schwester nur mit mir und Musik verbracht.

Mit den Kindern auf der Ilmenau Tretboot gefahren und anschließend sehr lecker in Schröders Garten gegessen.

Mit Bekannten eine spontane Radtour zum weiter entfernten Spielplatzbesuch gemacht. Es war fast wie früher, als wir sowas regelmäßig nach dem Kindergarten gemacht haben.






Treffen in der Vorweihnachtszeit zum Plätzchenbacken.

Mein Ausblick auf 2026
Das kommende Jahr wird für mich unter dem Motto “Hand auf’n Bauch!” stehen. Die analytischen, strukturierten Anteile sind bei mir ausreichend stark ausgeprägt (von den billigen Plätzen tönt es gerade “Zu stark!”) und deshalb wird es mir gut tun, wenn ich im kommenden Jahr mehr Fokus auf mein Bauchgefühl und das Erleben lege.
Meine Ziele für 2026
Und mit der Hand auf dem Bauch werde ich an der Erreichung meiner Jahresziele arbeiten.
- Ich werde mich wieder mehr im Alltag bewegen und an drei Tagen pro Woche auf das Rad steigen (ja Kinder, das heißt ihr dürft auch mitfahren).
- Ich werde mein Kletterhallen-Abo ausnutzen. Das bedeutet vier Besuche pro Monat – bisher komme ich im Schnitt nur auf drei.
- Ich werde mir drei mehrtägige Familienauszeiten nehmen um Zeit mit S., S. und S. zuverbringen
- Ich werde mir selbst erlauben, öfter einzutauchen – in Geschichten, Bilder, Klänge. Konkret heißt das, ich werde 24 Bücher lesen, 12 mal ins Kino gehen und 4 Konzerte besuchen.
- Ich werde mit meiner Familie einen wunderschönen Urlaub an einem Ort verbringen, an dem wir mal keine Verwandten besuchen.
- Ich will fünf Gastartikel zu den Themen Gelassenheit im Familienalltag, Vereinbarkeit und Bindungsspiele schreiben. Wenn du einen thematisch passenden Blog hast und auf der Suche nach Gastautoren bist: Melde dich bei mir unter info@ulrikewolf.de
- Ein weiteres Ziel für das kommende Jahr ist, mehr zu sprechen statt nur zu schreiben. Podcasts höre ich selbst sehr gern, und ich habe Lust, meine Themen auch im Gespräch zu teilen. Wenn du einen passenden Podcast hostest und auf der Suche nach Gästen bist, melde dich gern bei mir (gleiche Adresse, wie oben ☝️)
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
In 2025 ist es mir noch einmal deutlicher geworden, wen ich wie begleiten möchte. Wenn du mit mir zusammenarbeitest, geht es nicht um Optimierung, höher, schneller oder besser funktionieren. Es geht darum, aus dem Dauerstress auszusteigen und wieder in Verbindung zu kommen – mit dir selbst, deinem Kind und anderen wichtigen Menschen in deinem Leben.
Du kannst mit mir auf unterschiedlichen Wegen arbeiten. Manchmal ganz niedrigschwellig, zum Beispiel mit dem 10-Minuten-Abendcheck. Ein kleines Ritual, das dir hilft, den Tag hinter dir zu lassen und abends zur Ruhe zu kommen. Ohne zusätzlichen Druck und ohne „noch eine Sache auf der Liste“.
In meinen Mitmachformaten wie der Spielpause oder Ankerzeit-Woche schaffe ich Räume für Entspannung, Verbindung und gemeinsames Erleben. Echt, live und bewusst einfach gehalten. Mir ist wichtig, dass es sich nicht nach „noch einem Kurs“ anfühlt, sondern nach einem Ort, an dem du sein darfst. Die Termine für das nächste Jahr stehen zwar noch nicht fest, aber du kannst dich bereits jetzt auf die Warteliste eintragen.
Wenn du tiefer gehen möchtest, begleite ich dich im Mama-Coaching Herzverbunden. Dort schauen wir gemeinsam hin: auf deine Bedürfnisse, auf alte Muster, auf das, was dich im Alltag immer wieder stresst und darauf, was dir wirklich gut tut. Ohne Bewertung. In deinem Tempo. Mit viel Raum für Zwischentöne.
In einem kostenlosen Kennenlerngespräch kannst du ganz unkompliziert schauen, wo du gerade stehst und ob eine Zusammenarbeit mit mir für dich stimmig ist.
Ich arbeite nicht mit fertigen Lösungen, sondern zeige dir verschiedene Wege, die du ausprobieren kannst. Immer mit dem Blick darauf, dass Veränderung auch in kleinen Schritten daher kommen darf.






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