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Q2 2025: Zwischen Alltag und Auszeiten

Q2 2025: Zwischen Alltag und Auszeiten

Wenn ich an die letzten drei Monate denke, kommt mir ein wildes Sammelsurium in den Sinn: Musik, ein Gartenprojekt mit Muskelkater-Garantie, spontane Ausflüge, erste Wackelzähne und ganz viel Kirschenliebe.

Zwischendurch habe ich neue Ideen umgesetzt, alte Pläne angepasst und festgestellt: Der Alltag bleibt fordernd und gleichzeitig werde ich besser darin, mittendrin kleine Inseln zu schaffen.

Spontan nach Göttingen

Montagmorgen im Büro, meine Kollegin fragt: „Hast du am Samstag schon was vor?“ Hatte ich nicht und so saß ich ein paar Tage später mit ihr im Auto Richtung Göttingen. Die Karten hatte sie längst, eigentlich wollte ihr Freund mit. Aber der HSV spielte um den Aufstieg – da wäre er kein guter Begleiter gewesen.

Für mich war’s ein Glücksgriff: Eine kleine Auszeit, die richtig gut tat.

Kurz nach der Abfahrt wurde’s dann unerwartet spannend – rote Warnleuchte: Öl alle. Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung von Autos. Ich will einfach, dass sie fahren. Also: zu Hause angerufen („Nee, so prügelt ihr jetzt nicht über die Autobahn.“), bei der nächsten Tanke gehalten, Öl nachgefüllt (nach kurzer Recherche, was und wie) – und weiter ging’s.

In Göttingen angekommen gab es mehrere Überraschungen

  • Überraschung Nr. 1: Die Stadt selbst, ich war dort bisher noch nicht.
  • Überraschung Nr. 2: Die Lokhalle – ein Mix aus Industrie-Charme und Wohlfühl-Atmosphäre.
  • Überraschung Nr. 3: Kein Konzert, sondern eher ein Mini-Festival mit vier Acts und einem bunt durchmischten Publikum – von Grundschulkind bis graue Haare alles dabei.
  • Überraschung Nr. 4: Ich kannte doch mehr Lieder als ich dachte und sogar mitsingen war möglich
Lokhalle Göttingen: immer den Gleisen nach

Am meisten hat mich Bosse begeistert: tanzbar, echt, energiegeladen. Und mit einer klaren Haltung gegen menschenfeindliche, nationalistische Einstellungen, gegen die AfD und rechtsextremes „Gesocks“. Und einem Plädoyer (ja, anders kann ich es nicht sagen) für eine vielfältig bunte Gesellschaft wie sie beim Festival vertreten war. Großartig auch der Merch-Stand an dem es Shirts mit der Aufschrift „Hirn gegen Hass“ gab.

Die Sache mit der Hecke 

In den letzten Jahren habe ich mir immer eine größere Sache im Garten vorgenommen, meist ein neues Beet. Mittlerweile haben meine Kinder allerdings ein Beet-Anlege-Verbot ausgesprochen. Kein Scherz! Zu wenig Platz zum Fußballspielen und für Motocross-Abenteuer. 😅

Beet fällt also aus. Stattdessen habe ich mir ein anderes grünes Ungetüm vorgenommen: unsere Lebensbaum-Hecke. Praktischer Sichtschutz, ja. Aber auch: ein ziemlicher Bodenräuber, was Wasser und Nährstoffe angeht. Also weg damit – Stück für Stück. Klingt simpel, war’s aber nicht.

Was als „kleines Gartenprojekt“ begann, wurde schnell zum Beziehungsprojekt. Der Startschuss: ein harmloses Gespräch mit meinem Mann. Ich: „Ich erzähl dir mal, was ich vorhabe.“ Er: „Und ich sag dir, wie realistisch das ist.“ Naja, sagen wir so: es wurde… intensiv. Zwischen „Feedback“ und „Angriff“ lag nur ein Augenbrauen-Zucken. 🙈

Aber: Wir haben’s geschafft. Nicht nur das Gespräch. Auch den ersten Teil des Projekts.

Die halbe Hecke ist weg. Und was soll ich sagen – es ist, als hätten wir das Gartentor zur Welt geöffnet: Wir sehen wieder, was um uns herum passiert. Unsere Nachbarn sehen uns auch. Ja, das ist erstmal ungewohnt. Aber schön.

Der neue Staketenzaun steht zur Hälfte – natürlich nicht ohne eine ordentliche Portion Fluchen und den obligatorischen Baumarkt-Notfall (Bohrer kaputt). Bald kommt das Beste: die Bepflanzung! Mein Highlight. Und nach den Ferien geht’s mit dem Teil hinter der Kurve weiter.

Die zweite Hälfte des Staketenzauns wartet noch darauf montiert zu werden…

Was ich aus diesem Projekt mitnehme? Das was ich aus jedem Selbstmach-Projekt mitnehme – ob im Garten, im Haus oder sonstwo:

  • ✨ Ein Ziel, eine Vision – die bringt mich in Bewegung.
  • 🛠 Schritt für Schritt daran zu arbeiten, lässt mich meine Selbstwirksamkeit spüren.
  • 💪 Ich mag die körperliche Anstrengung. Und ja, die war da! Der „Kampf“ gegen die Hecke war herrlich ursprünglich: Spaten, mein Körpergewicht und die guten alten Hebelgesetze.
  • 🤝 Und gemeinsam an etwas zu arbeiten – das schafft Verbindung.

Am Ende bleibt nicht nur ein freier Blick, sondern auch dieses warme „Ich hab’s gemacht“-Gefühl.

Ein Herzensprojekt, das mich selbst geankert hat

Die Idee kam im Urlaub. Und sie ließ mich nicht mehr los. Kein großes Konzept, kein ausgeklügelter Plan – nur dieses innere „Das muss raus. Jetzt.“ Also habe ich’s einfach gemacht: Die Ankerzeit-Woche war geboren.

Ein Selbstmach-Projekt der ganz anderen Art.

Ich wollte einen Raum schaffen. Für Mamas, die morgens schon im Stressmodus aufwachen und abends nicht mehr abschalten können. Für Mamas, die sich nach innerer Ruhe sehnen – und sich selbst viel zu oft hinten anstellen. Und ich wollte zeigen: Du musst nicht mehr leisten, um wieder bei dir anzukommen. Du darfst einfach sein.

Fünf Tage, zweimal 15 Minuten. Live. Echt. Ohne Druck.

Die Rückmeldungen haben mich berührt.

Die Entspannungsübungen taten mir sehr gut. Die Atemübungen habe ich mit meiner ganzen Familie geübt und sie haben das sehr gut angenommen. Vielleicht können wir das in stressigen Situationen für uns nutzen.

Ich habe schon viele Online Kurse gemacht bzgl. Achtsamkeit, aber diesmal war es für mich null stressig und einfach nur schön.

Und genau so war es gedacht: Echtheit statt Perfektion. Verbindung statt Pflichtgefühl.

Und auch für mich war diese Woche ein Anker: Ein Projekt, das mich wieder mit meiner Vision verbunden hat. Ein Beweis dafür, wie viel entstehen kann, wenn wir unserer Intuition folgen – auch ohne ausgeklügelte Vorbereitung. Ich weiß jetzt schon: Das war nicht das letzte Mal.

Wenn du bei der nächsten Ankerzeit-Woche dabei sein möchtest, setz dich gerne jetzt schon unverbindlich auf die Warteliste. So erfährst du als Erste, wann es wieder heißt: Sanft ablegen. Sicher festmachen.

Was im 2. Quartal 2025 sonst noch los war

  • Urlaub in der Hauptstadt
    Wir dachten: Die Kinder sind jetzt groß genug für ein bisschen Sightseeing. Denkste!
    Am spannendsten fanden sie die Bus-, U-Bahn-, S-Bahn- und Straßenbahnfahrten – Hauptsache, es rollt. Und wenn’s mal nicht rollte, waren Spielplätze die Rettung.
  • Treffen an der Elbe
    Nach langer Zeit traf ich einen Bekannten aus der Coaching-Ausbildung “in echt” wieder. Wir redeten, schauten aufs Wasser und genossen den Abend an der Elbe. Dann nahm ich den letzten Zug nach Hause, schwang mich aufs Fahrrad und war froh, dass der erste Mai ein Feiertag war und am Morgen jemand anderes den Frühstücksdienst übernahm…
  • Bullerbü pur
    Wiedersehen mit alten Freundinnen, große Picknickrunde, Kirschkuchen unter Bäumen und Kinder mit strahlenden Augen beim Traktorfahren. Ein Tag zum Festhalten.
  • Kirschenzeit
    Unser Kirschbaum stand in voller Pracht – absolute Fülle. Die Kinder naschten direkt vom Ast, ich füllte Eimer um Eimer und verschenkte, was zu viel war.
  • Erster Wackelzahn
    Pünktlich zum Ende des Kindergartens gibt es auch den ersten Wackelzahn. Mitbekommen habe ich es allerdings erst, als die Zahnärztin es erwähnte. 

Was ich im 2. Quartal 2025 gebloggt habe

Und nochmal komplett überarbeitet:

Status meiner Jahresziele 

In meinen Jahresrückblick habe ich mir ein paar sportliche Ziele gesetzt. Die Rückblicke werde ich nutzen, um festzuhalten, ob ich am Ball bleibe. 

  • Blogartikel: insgesamt 14 Artikel von mir auf diesem Blog (Ziel: 30) und 1 Gastartikel (Ziel: 3) veröffentlicht
  • Reels: Bisher bin ich dieses Ziel noch nicht angegangen
  • Angebote: die Ankerzeit-Woche ins Leben gerufen und mein Angebot zum Mama-Coaching überarbeitet
  • Zusammenarbeit: Kein Sprint, eher ein Marathon…
  • Einschulung: Termin steht, offizielle Einladungen werden diese Woche verschickt.
  • Nähen: Da ist nichts neues dazugekommen. Dafür habe ich bestehende Teile so angepasst, dass ich sie wieder gerne anziehe. Finde, dass das auch ein wenig zählt.
  • Fotos: Der Fotospeicher füllt sich langsam.

Wer schreibt hier?

  • Ulrike Wolf

    ist Mama-Coach, Mutmacherin und Möglichmacherin.

    Sie begleitet Mütter dabei, aus dem Dauerstress des Alltags auszusteigen, ihre eigenen Bedürfnisse wieder wahrzunehmen und echte Verbundenheit im Familienleben zu schaffen. Dabei greift sie auf eigene Erfahrungen als Mutter zweier Kinder, fundierte Coaching-Methoden und ihr Wissen zur Nervensystemregulation zurück.

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