
Als meine Kinder klein waren, habe ich wirklich viel Zeit auf Fußböden verbracht. Meine Hosen waren an den Knien schon nach wenigen Wochen durchgescheuert. Aber so wirklich genossen habe ich das Spielen anfangs nicht.

„Zieh bitte deine Schuhe an.“ Dein Kind spielt weiter.Als hätte es dich gar nicht gehört. Du merkst, wie sich etwas in dir zusammenzieht. Dein Puls wird schneller. „Jetzt zieh bitte deine Schuhe an! Wir müssen los!“ Keine Reaktion. Die meisten Eltern kennen diese Momente. Und früher oder später taucht die gleiche Frage auf:Was tun, wenn…

Morgens, kurz vor halb acht. Wir haben gefrühstückt. Die Brotdosen sind gepackt und in den Rucksäcken verstaut. Nun stoben wir auf unser Nadelöhr zu – den Flur. Gemeinsames Anziehen. Alle müssen los. Die Kinder zum Bus, ich zur Arbeit. Auf dem Weg dorthin die zweite oder dritte Geschwisterkabbelei. Wer ist zuerst im Flur?Wer hat zuerst…

Der Alltag mit Kindern ist manchmal einfach nur anstrengend. Was wäre, wenn ich dir sage, dass du nicht noch konsequenter, geduldiger oder erklärender sein musst? Was, wenn der Schlüssel nicht im „Mehr Erziehen“, sondern im Mehr Verbinden liegt?

Du kommst nach Hause, hast eigentlich nur noch ein Ziel: kurz durchatmen. Doch dein Kind hat ganz andere Pläne. Die Jacke fliegt in die Ecke, die Schuhe gleich hinterher, und als du darum bittest, sie aufzuheben, kommt ein lautes „Mach selber!“ zurück.

Es gab eine Zeit, da habe ich einfach funktioniert. Der Wecker klingelte, ich stand auf, machte Frühstück, füllte Brotdosen, organisierte, tröstete, dachte mit. Mit dem Kopf immer schon beim nächsten Thema, während ich innerlich noch gar nicht richtig da war. Meine Tage waren dicht getaktet. Und irgendwo zwischen Familie, To-do-Listen und Erwartungen habe ich mich…

Der Tag war lang. Ein Stress im Büro, viele Gedanken noch im Kopf. Dann schnell die Kinder von der Nachmittagsbetreuung abholen und plötzlich liegt er vor uns: der Nachmittag. Da ist Müdigkeit. Und gleichzeitig winken schon die nächsten ToDos: Fussballtraining, Einkaufen, Abendessen vorbereiten. Aber jetzt brauchen wir alle erst einmal eine Pause.

Während ich den Jahresrückblick 2025 schreibe, merke ich: Dieses Jahr fühlt sich nicht nach großen Meilensteinen an. Sollte es auch gar nicht, da es unter dem Motto “Schritt für Schritt” stand. Und so habe ich eine Fuß vor den anderen gesetzt, mich sortiert und auch bewusst Sachen weggelassen.

Ich hatte mir fest vorgenommen, eine Pause zu machen. Ein Viertelstunde nur für mich mit meinem Lieblingstee auf dem Sofa. Ich goss gerade das Wasser in den Becher und da hörte ich es: das Piep der der Spülmaschine. „Ach, ich räume sie nur schnell aus“, dachte ich.