Der Oktober hielt lauter Premieren für mich bereit. Zwei davon haben sich schon im Vormonat angekündigt, die anderen ergaben sich spontan. Und das passt wunderbar zu dem Zitat, welches ich vor ein paar Tagen aufschrieb:
Wir sollten mal mehr einplanen Nichts zu planen.
Denn am Ende kommt eh alles anders als geplant.
Urlaubsgefühle trotz Bürozeit
Mein Mann und ich haben unseren Lebensmittelpunkt hunderte Kilometer entfernt von unseren Ursprungsfamilien gewählt. Gehen wir die Urlaubsplanung an, lautet die erste Frage: Heimat oder Ferne? Und wenn Heimat den Zuschlag erhält, geht es weiter mit Ostsee (ich) oder Alpenvorland (mein Mann).
In diesen Herbstferien war das Alpenvorland dran. Als wir nach einer Woche Abschied nahmen, war es ganz anders als sonst. Denn mein Mann und ich fuhren allein. Unsere Kinder blieben noch länger, um zum ersten Mal ganz alleine Ferien bei Oma und Opa zu machen. Und eine Woche später hat der Groẞelternservice sie uns wieder gebracht.
In dieser Zeit wollte niemand mit mir Torjäger spielen, niemand erzählte mir Kinderwitze (Was ist in der Savanne und ist immer sauber? Eine Hygiäne.) und niemand wollte Abends noch eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen bekommen. Obwohl ich diese alltäglichen Kleinigkeiten mit meinen Kindern genieße, habe ich sie für 7 Tage überhaupt nicht vermisst. Ganz im Gegenteil, es war schön, sich einfach mal nur um sich selbst zu kümmern. Das war auch irgendwie wie Urlaub, trotz der Arbeit im Büro.
Reflexions-Reise
Ich mag den Herbst richtig gern. In dieser Jahreszeit habe ich das Gefühl, ganz ohne schlechtes Gewissen einen Gang zurückschalten zu können. Und so kam ich auf die Idee, gemeinsam mit anderen Frauen auf Reflexions-Reise zu gehen.
Wir waren eine kleine, feine Runde und nach sechs täglichen Impulsen zum “für sich allen” Reflektieren gab es am siebten Tag eine live Abschlussveranstaltung. Ich war nicht nur Reiseleiterin, sondern habe die Impulse auch zum Dialog mit mir selbst genutzt. Auch wenn ich solche “geordneten” Selbstreflexionen schon häufiger gemacht habe, überrascht mich doch immer wieder, wie viel Ruhe und Klarheit es mir verschafft.
Es wird nicht die letzte Reflexions-Reise gewesen sein. Das Format macht mir so viel Spaß, dass ich es im nächsten Jahr wieder anbieten werde. Mein Notizbuch ist gut gefüllt was Verbesserungsvorschläge für die Umsetzung und Ideen für den Inhalt angeht. Bleib gespannt!
Süßes oder Saures
Noch so ein erstes Mal in meinem Leben: Zu Halloween um die Häuser ziehen. Mit diesem Brauch bin ich nicht groß geworden, meine Begeisterung für Grusel hält sich auch in Grenzen. Aber nun konnte ich mich nicht entziehen: die Kinder wollten laufen und hatten auch konkrete Vorstellungen mit wem und als was.

Also eine Gelegenheit, mal wieder über den eigenen Schatten zu springen und sich im Kinderschminken zu üben. Für die Kinder hat es sich gelohnt. Sie konnten mit der Zeit immer besser selbst herausfinden, wo geklingelt werden sollte und übten spielerisch ihre Darbietungskünste beim Spruchaufsagen.
Wir sind kleine Geister,
essen gerne Kleister.
Wenn sie uns nichts geben,
bleiben wir hier kleben.
Nun hat jeder von ihnen eine Salatschüssel voll Süßigkeiten und ich bin gespannt auf den nächsten Zahnarztbesuch.
Was im Oktober 2024 sonst noch los war
- Eine befreundete Kinderbuch-Illustratorin hat den diesjährigen Inctober genutzt, um ihr Portofolio komplett zu überarbeiten. Für mich war es sehr spannend, die künstlerische Metamorphose von Tina Rusznak zu beobachten.
- Elke Puls schließt zum Ende des Jahres ihren Näh deinen Stil Club. Da musste ich beim Grand Finale Deal zuschlagen. Nun arbeite ich Kurse durch, probiere verschiedene Sachen an und sammle neben Ganzkörper-Selfies eine ganze Menge Aha-Momente.
- Meine erste Newsletter-Serie zum Thema Geschwisterstreit ist entstanden. Nicht aufgrund einer bewussten Entscheidung, eher Kategorie “hat sich so ergeben”. Es war eine interessante Art des Schreibens, mache ich ab jetzt vielleicht öfter so.






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