Alles ist durchgetaktet: Familie, Job, Haushalt – und irgendwo dazwischen sollst du bitte auch noch Zeit für dich selbst finden. Spoiler: klappt selten. Und wenn doch, dann häufig mit schlechtem Gewissen.
Genau so ging es Rebecca.
Lehrerin, Mutter, engagiert, aber ständig am Limit. Schlaf? Mangelware. Zeit für sich? Fehlanzeige. Dabei sehnte sie sich so sehr nach mehr Balance. Als sie zu mir ins Mama-Coaching kam, war ihr größter Wunsch: „Ich will wieder durchatmen können.“
Vielleicht erkennst du dich in Rebeccas Geschichte wieder. Und vielleicht hast du dich ja auch schon mal gefragt, wie ein Coaching abläuft.
Rebecca heißt übrigens nicht wirklich Rebecca.
Sie wollte ihren echten Namen nicht im Netz lesen – diesen Wunsch respektiere ich natürlich. Ihre Geschichte, die ich dir hier erzähle, ist jedoch echt.
Coaching kann Türen öffnen – zu mehr Klarheit, zu persönlichen Zielen, und zu einem ausgeglicheneren Leben.
Die Coaching-Sitzungen können dabei ganz unterschiedlich ablaufen und auch die Ergebnisse unterscheiden sich. Mal geht es um ganz konkrete Schritte hin zu einem Ziel. Und manchmal gibt es „nur“ einen neuen Blickwinkel. Aber auch der kann vieles verändern.
In diesem Artikel nehme ich dich mit auf Rebeccas Weg: wie sie im Coaching Schritt für Schritt raus aus dem Hamsterrad kam. Du erfährst, welche Methoden ihr geholfen haben, welche Stolpersteine sie unterwegs entdeckt hat und wie sie es geschafft hat, ihre Bedürfnisse nicht länger hintenanzustellen.
Die Herausforderung
Bei Rebecca klingelt der Wecker bereits um 05:30 Uhr: Aufstehen, gemeinsames Frühstücken mit der Familie, die Fahrt zur Arbeit. Um 07:30 Uhr beginnt die Schule. Das erste Mal durchatmen kann Rebecca am Nachmittag, wenn sich die Familie zur “Kaffeepause” trifft.
Dann geht’s direkt weiter: Musikschule, Sport, Arzttermine, Spielverabredungen. Abends versammelt sich die Familie wieder zum Essen. Und wenn die Kinder im Bett sind, beginnt Rebeccas zweiter Arbeitstag – sie bereitet den Unterricht für den nächsten Morgen vor.
Das Problem: Sie schläft regelmäßig bei der Einschlafbegleitung ein. Also steht sie am nächsten Tag noch früher auf, um das Versäumte nachzuholen. Ein Hamsterrad aus Erschöpfung und Selbstanspruch.
Der Coaching-Ablauf
So gestalte ich den Weg durch ein Coaching.
Kostenfreies Erstgespräch: Erst mal schnuppern
Rebecca und ich kannten uns bereits, deshalb war ein „klassisches Vorab-Schnuppern“ in ihrem Fall nicht nötig. Trotzdem haben wir uns zunächst ganz unverbindlich zusammengesetzt, um gemeinsam zu schauen:
Passt Coaching zu ihrem Anliegen? Ist das der richtige Weg für sie?
Auch bei allen anderen Coachees ist das kostenfreie Erstgespräch der erste Schritt. Du erzählst mir, was dich gerade bewegt, und ich höre genau hin. Ich schaue, ob Coaching in deinem Fall sinnvoll ist – und wenn ja, erkläre ich dir, wie ich arbeite und wie unsere Zusammenarbeit aussehen könnte.
Danach überlegen wir beide in Ruhe, ob wir gemeinsam losgehen wollen.
Wenn beide Seiten ein “Ja!” spüren, vereinbaren wir einen Termin für die erste Coaching-Sitzung und starten.
Die Vorbereitung: Selbstreflexion als erster Schritt
Bevor es richtig losgeht, stimme ich meine Coachees gerne auf das Coaching ein – mit ein paar vorbereitenden Fragen zur Selbstreflexion. So können sie ihre aktuellen Themen leichter benennen. Auch Rebecca nutzte diese Möglichkeit und startete dadurch sehr klar in unsere Zusammenarbeit.
Erste Coaching-Sitzung: Energie tanken
Unsere erste Coaching-Sitzung fand online statt und wir machten eine Situationsanalyse. Mithilfe einer Mindmap visualisierten wir die verschiedenen Lebensbereiche – und fanden schnell den größten Hebel für Veränderung: Rebeccas Schlaf.
Denn sie hatte seit Jahren zu wenig davon. Und ausreichend Schlaf hätte viele positive Effekte: mehr Geduld mit den Kindern, ein stabileres Nervenkostüm, weniger Lärmempfindlichkeit im Klassenzimmer und mehr Energie für die Beziehung mit ihrem Partner.
Wir entwickelten eine individuelle Strategie für den Abend – mit dem Ziel, früher ins Bett zu kommen und ausgeruhter in den nächsten Tag zu starten. Rebeccas neue Abendroutine sah so aus:
- Klare Trennung zwischen Schul- und Familienzeit
- Einfaches Abendessen gegen 18:30 Uhr (Brot oder Reste aufwärmen, nicht extra kochen)
- Sich gemeinsam mit den Kindern bettfertig machen (Zähne putzen, Pyjama anziehen)
- Einen “Nachtwächter” engagieren: „Lass uns ins Bett gehen.“
Beim Entwickeln solcher Strategien geht es nie um meine Lösung. Es geht darum, eine Lösung zu finden, die wirklich zum Leben des Coachees passt. Meine Aufgabe ist es, verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen und meinen Coachee dazu anzuregen, selbst Ideen zu entwickeln und dann diese auch wieder zu hinterfragen. Dafür stelle ich gezielte Fragen wie:
- Wie realistisch ist es XY zu tun?
- Wie wichtig ist dir XY?
- Was würde dir dabei helfen?
- Was würde dich daran hindern XY zu tun?
Nur wenn eine Strategie diesen Systemcheck besteht, hat sie echte Umsetzungschancen.
Zweite Coaching-Sitzung: Der innere Konflikt
Bei unserem nächsten Online-Treffen fragte ich Rebecca, wie es ihr ergangen sei. Ihre Antwort:
„Selbst Noten für die Zeugnisse übertragen macht Spaß, wenn ich ausgeschlafen bin!“
In dieser Sitzung stand das Thema Bewegung im Fokus. Doch Rebecca konnte sich schwer auf ein klares Ziel festlegen. Ihre Antworten waren geprägt von vielen „einerseits – andererseits“. Ich spiegelte ihr das zurück: „Mir scheint, dass es in dir verschiedene Stimmen zu dem Thema gibt.“ Und Rebecca nickte erleichtert.
Wir nutzten die Methode des Inneren Teams, um diese Stimmen sichtbar zu machen. So identifizierten wir gegensätzliche Bedürfnisse in ihr – die erst in Einklang gebracht werden mussten. Das Ziel definierten wir deshalb erst in der nächsten Sitzung.
Es kann durchaus vorkommen, dass am Ende einer Coaching-Sitzung noch kein fertiger Plan für die Lösung eines Problems gefunden ist. Das ist vollkommen in Ordnung, solange wir dem eigentlichen Ziel näher kommen. Lieber keine Lösung, aber die offen kommuniziert, als eine Lösung, die später dem Systemcheck nicht standhält.
Dritte Coaching-Sitzung: Ziele und Werte in Einklang
Die dritte Coaching-Sitzung fand in Präsenz statt und ich nutzte die Übung der „Logischen Ebenen“. Mit Bodenankern arbeitete sich Rebecca wortwörtlich Schritt für Schritt zu einem Bewegungs-Ziel vor, das wirklich mit ihrer Identität und ihren Werten verbunden war.
Am Ende definierte sie:
- Einmal pro Woche joggen
- Regelmäßig Zeit im Freien mit ihren Kindern verbringen
Die Verknüpfung mit ihrer Identität als Mutter machte das Ziel besonders wertvoll für sie.
„Die Kinder werden merken, wie entspannt ich sein kann.
Ich kann meine Kinder wieder besser wahrnehmen, wir werden andere Gespräche führen.“
Und diese starke Verknüpfung war möglich, weil ich Rebecca durch die logischen Ebenen leitete. Diese Übung ist durch den Einsatz von Bodenankern (das sind Zettel, die auf dem Fußboden liegen, und verschiedene Zustände/Situationen darstellen) sehr kraftvoll – der Coachee geht seinem Ziel wortwörtlich entgegen. Und meine Aufgabe als Coach ist es, eine Suggestion anzuleiten und durch entsprechende Fragen herauszufinden, welche Dinge (Ressourcen) meinem Coachee auf der jeweiligen Ebene helfen würden. Diese notiere ich und lege sie auf den Boden neben dem Anker für die jeweilige Ebene. Wie viele Übungen lässt sich auch diese für virtuelle Coachings abwandeln.
Nachdem das Ziel definiert war und wir es mit Rebeccas Werten verbinden konnten, war die Festlegung der Strategie “ein Klacks”.
Die Ressourcen, die sie auf jeder Ebene sammelte, legten wir symbolisch auf den Boden. Beim Zurückgehen nahm sie sie mit – als „Werkzeugkoffer“ für den Alltag. Das Ziel war klar, die Umsetzung fühlte sich leicht an. Genau so darf eine Coaching-Sitzung wirken.
Rebeccas Beispiel zeigt eindrucksvoll: Ohne ein attraktives Ziel fehlt oft die Energie für Veränderung. Ohne attraktives Ziel sind nur halbgare Lösungen möglich – und dafür stehe ich nicht.
Die Resultate
Am Ende des Coachings hatte Rebecca feste Routinen etabliert, die ihr halfen, mehr Zeit für sich selbst zu finden. Sie war gelassener mit ihren Kindern, geduldiger im Klassenzimmer und endlich wieder ausgeschlafen. Die regelmäßige Bewegung gab ihr zusätzliche Energie – für sich selbst und für ihre Familie.
Rebeccas Fall zeigt, wie kraftvoll ein Coaching sein kann – wenn die richtigen Fragen gestellt werden und die Lösungen aus dem Leben der Coachees selbst entstehen.
Fazit: Herausfinden was umsetzbar ist
Rebeccas Geschichte zeigt, wie entscheidend es ist, sich selbst die Erlaubnis zu geben, nach Lösungen zu suchen, die wirklich funktionieren. Es geht darum, sich Zeit und Raum zu geben, um Wege zu finden, die auch langfristig umsetzbar sind. Statt sich durchzuschlagen mit Strategien, die „man eben so macht“.
Wenn du dich fragst, wie läuft ein Coaching ab? Dann hast du hier einen ersten Einblick bekommen.
Du siehst: Keine Coaching-Sitzung bei mir gleicht der anderen. Ich gehe immer individuell auf deine Situation ein – mit offenen Fragen, praxistauglichen Impulsen und einem klaren Blick auf Lösungen, die sich in deinem Alltag auch wirklich umsetzen lassen.
Wenn du spürst, dass dir mehr Balance guttun würde, melde dich gerne bei mir!
Falls du dich jetzt auf die Suche nach einem passenden Coach machst, lies gerne meinen Artikel Den passenden Coach finden: 3 wichtige Kriterien.






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