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Februar 2025: Frust und Zuversicht

Februar 2025: Frust und Zuversicht

Viele schwere Themen in diesem Monat. Aber auch viele kleine schöne Dinge sind passiert, die haben (bis jetzt) nur kein eigenes Kapitel bekommen. Vielleicht wird das ja noch, ich veröffentliche mal wieder einen unvollständigen Rückblick.

Kein Grund zum Jubeln

Deutschland hat gewählt. Was soll ich sagen, froh bin ich über das Ergebnis nicht. Und ehrlich gesagt fällt es mir auch schwer, die positiven Aspekte zu sehen. Aber sie sind da:

Kleine Gesten, große Wirkung

In diesem Monat verbrachte ich vier Stunden im Wartebereich der Notaufnahme. 

Krankenhäuser sind ja so eine eigene Welt. Ich bin nie gerne dort, und doch fasziniert mich, wie gut das System im Notfall funktioniert. Wie Ärzte nach kurzer Anamnese entscheiden, was zu tun ist. Wie das OP-Team routiniert und freundlich letzte Fragen klärt. Wie das medizinische Fachpersonal, trotz spürbarem Stress, Ruhe und Sicherheit ausstrahlt.

Und doch: Es bedrückt mich zu sehen, wie überlastet dieses System ist. Zu wenig Personal für zu viele Patienten. Kaum Zeit für echte Zuwendung, weil Notfälle Vorrang haben. Wenn dann der Ton rauer wird, wundert es nicht – alle sind am Limit. Umso mehr habe ich Menschen bewundert, die trotz dieser Umstände Zuversicht und Wärme vermitteln. Zum Beispiel die Reinigungskraft, die das Zimmer betrat, einen lockeren Spruch auf den Lippen hatte und uns zum Lachen brachte.

Warum schreibe ich darüber? Weil mir in dieser Zeit wieder klar wurde: Wir alle können einen Unterschied machen – egal, in welchem System wir uns gerade bewegen. In der Familie. Im Job. Oder (hoffentlich nur vorübergehend) im Krankenhaus. Natürlich beeinflusst das System uns. Aber wir haben genauso Einfluss darauf.

  • In der Notaufnahme kannst du dich laut beschweren, dass alles zu lange dauert. Oder du erklärst deinem Kind, dass hier viele Menschen gleichzeitig Hilfe brauchen. 
  • Als Ärztin kannst du fachlich korrekt und distanziert agieren. Oder du schenkst einem besorgten Elternteil ein verständnisvolles Lächeln. 
  • Als Reinigungskraft kannst du still deiner Arbeit nachgehen. Oder für ein paar Sekunden Leichtigkeit in den Raum bringen.

Wir sollten uns nicht von widrigen Umständen (oder blöden Wahlergebnissen) runterziehen lassen. Wir haben immer die Möglichkeit, Freude und Zuversicht zu verbreiten.

Was im Feburar 2025 sonst noch los war

  • Wieder auf die virtuelle Schulbank: ich lerne gerade wie das mit SEO funktioniert und habe meinen ersten optimierten Blogartikel geschrieben. Und juhu – sie wurde auch schon indiziert!
  • 600 Kilometer an einem Tag: Mal eben zum Geburtstagsessen mit Kind und Kegel in die alte Heimat gefahren. Und weil der eigentliche Plan kurzfristig geändert werden musste, sind wir auch am Abend wieder zurückgefahren. Nachmachen nicht empfohlen.
  • Die erste virtuelle Netzwerkveranstaltung des Jahres besucht. Komme mir ja immer noch etwas seltsam bei solchen Terminen vor. Für anfängliches Unwohlsein entschädigen die vielen spannenden Kontakte, die entstehen.
  • Die erste Gartenparty des Jahres gefeiert: milde Temperaturen, Punsch und Stockbrot.

Was ich im Feburar 2025 gebloggt habe

Status meiner Jahresziele 

In meinen Jahresrückblick habe ich mir ein paar sportliche Ziele gesetzt. Die monatlichen Rückblicke werde ich nutzen, um festzuhalten, ob ich am Ball bleibe. 

In meinen Jahresrückblick habe ich mir ein paar sportliche Ziele gesetzt. Die monatlichen Rückblicke werde ich nutzen, um festzuhalten, ob ich am Ball bleibe. 

  • Blogartikel: 6 Artikel ohne diesen hier (4 davon aus dem Vormonat) und an Gastartikeln bin ich dran
  • Reels: 0 – Ich kann wohl festhalten, dass hier gerade mit schöner Regelmäßigkeit nichts passiert.
  • Angebote: In diesem Monat ist nichts neues dazugekommen. Stattdessen sammle ich positive Rückmeldungen zum 10-Minuten-Abendcheck.
  • Zusammenarbeit: Wir sind mitten in der Umsetzung…
  • Einschulung: Keine Updates in diesem Monat.
  • Nähen: Das erste Teil (ein Jäckchen aus Walk) ist fast fertig – und es hat richtig Spaß gemacht. Wie üblich zieht sich das Säumen mit Blindstich.
  • Fotos: Was soll ich sagen, immer noch kein Foto-Wetter 😅.

Wer schreibt hier?

  • Ulrike Wolf

    ist Mama-Coach, Mutmacherin und Möglichmacherin.

    Sie begleitet Mütter dabei, aus dem Dauerstress des Alltags auszusteigen, ihre eigenen Bedürfnisse wieder wahrzunehmen und echte Verbundenheit im Familienleben zu schaffen. Dabei greift sie auf eigene Erfahrungen als Mutter zweier Kinder, fundierte Coaching-Methoden und ihr Wissen zur Nervensystemregulation zurück.

    WebsiteInstagram

Kommentare

Eine Antwort zu „Februar 2025: Frust und Zuversicht“

  1. Avatar von Papa
    Papa

    Es war schön etwas über dich und euch gelesen zu haben. Die Situation im Krankenhaus kann ich gut nachvollziehen hab ich ähnlich erlebt und man kann froh sein das alles noch so gut funktioniert obwohl alle am Limit sind
    Sag mir bitte was ist SEO

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