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Bildschirmzeit von Kindern – so denke ich darüber

Bildschirmzeit von Kindern – so denke ich darüber

In der heutigen Welt sind Bildschirme allgegenwärtig – sie begleiten uns durch den Alltag, sei es zum Arbeiten, Lernen oder zur Unterhaltung. Wiebkes Aufruf zur Blogparade passt da genau rein. Als Mama stehe ich täglich vor der Herausforderung, die Faszination der Technik mit den unverzichtbaren Erfahrungen des echten Lebens in Einklang zu bringen. Dabei geht es nicht nur darum, Bildschirmzeit zu begrenzen, sondern vielmehr darum, was ich meinen Kindern mitgeben will.

Mein Auftrag sehe ich darin, sie auf das Leben vorzubereiten. Das ist erstmal nicht Neues, das macht auch jede Mutter im Tierreich so. Nun ist es allerdings so, dass wir Menschen, die Tiere sind, die am längsten brauchen, um zu lernen, auf eigenen Füßen zu stehen. Das liegt vor allem daran, dass wir uns über die Jahrtausende eine Welt gebaut haben, die wahnsinnig komplex ist. Ich weiß nicht, wie wir in 50 Jahren leben werden und wie unsere Welt dann aussehen wird. Und deshalb kann ich meinen Kindern auch nicht alle Fähigkeiten und Kenntnisse beibringen, die sie in den nächsten 50 Jahren brauchen werden.

Was ich stattdessen tue: ich “gieße” zusammen mit ihnen das Fundament für ihre weitere Entwicklung. Dieses Fundament soll sie befähigen, sich später selbst das anzueignen, was sie brauchen. 

Das Fundament

Aber selbst um das Fundament gießen zu können, braucht es noch etwas anderes. Und zwar die Fähigkeit, innere Bilder zu erzeugen. Glücklicherweise haben wir Menschen diese Fähigkeit von Geburt an in uns: wir sammeln kontinuierlich Erfahrungen und speichern diese als innere Bilder ab. Durch die Menge an Erfahrungen und unseren Verstand sind wir auch in der Lage eigene neue innere Bilder (Vorstellungen) zu entwickeln. Mit dem Spracherwerb macht unsere Fähigkeit, Bilder zu erzeugen, einen gewaltigen Schritt nach vorne. 

Das Leben kann ab diesem Moment nicht nur erlebt und erfahren, sondern nun auch erzählt werden. Die eigentliche Fantasietätigkeit beginnt, das unmittelbare Erleben wird aufgeteilt in reale Erfahrung und erzählte Erfahrung. Eine Fantasiewelt – getragen durch Wünsche und Bedürfnisse – wird möglich, der Realität kann sich ein Wunsch entgegenstellen und sich zu einem inneren Bild verdichten, z.B. zu einem Wunschbild für die Zukunft, zu einem persönlichen Lebens-Bild. Der Mensch wird nun zum Geschichtenerzähler, zum Erzähler seiner eigenen Geschichte und zum Schöpfer seines Selbstbildes.

Ruth Etienne Klemm: Zur Entstehung innerer Bilder – ein Überblick

Was gehört also zu diesem Fundament? Eigentlich alles Mögliche, was nicht auf dem Lehrplan unserer Schulen steht: Selbstvertrauen, Abstraktionsvermögen, Mitgefühl, Durchsetzungsfähigkeit, Lernbereitschaft, Neugier… Vieles davon haben Kinder bereits in sich. Jedes Kind ist neugierig, jedes Kind will wachsen. Niemand muss die Lernbereitschaft in einem Kind wecken, wir Erwachsenen haben Sorge zu tragen, dass das auch so bleibt.

All diese Fähigkeiten, sind nicht rein über den Verstand vermittelbar. Es funktioniert einfach nicht, wenn ich meinen Kindern erkläre, was Mitgefühl ist. Oder wenn ich ihnen eine Geschichte vorlese, in denen es darum geht, dass jemand mitfühlend ist. Nein, Mitgefühl müssen meine Kinder erstmal selbst erfahren. Genauso wie sie alle anderen Bestandteile des Fundaments erfahren müssen, um sie sich dann später selbst anzueignen.

Das Fundament eines jeden Menschen wird durch (soziale) Interaktion mit seiner Umwelt errichtet. Je mehr Zeit meine Kinder vor dem Bildschirm verbringen, desto weniger Zeit haben sie für die direkte Interaktion mit der Umwelt. Desto weniger Zeit bleibt uns, das Fundament zu gießen.

Um ausreichend Zeit für den Bau eines stabilen Fundaments zu haben, dosiere ich die Bildschirmzeit meiner Kinder. Hierzu gibt es unterschiedliche Empfehlungen. Sie alle haben gemein, dass Babys und Kleinkinder möglichst keine Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Und dass die Bildschirmzeit mit ansteigendem Alter erweitert wird. 

Eigene und fremde Bilder

Ich möchte, dass meine Kinder ihre eigenen inneren Bilder (die auf ihren Erfahrungen bzw. auf direkter Interaktion beruhen) erzeugen. Was ich nicht möchte ist, dass sie einfach die Bilder übernehmen, die ihnen auf einem Bildschirm serviert werden. Das ist für mich ein weiterer Grund, die Bildschirmzeit meiner Kinder zu dosieren. 

Über das Bild haben die Kinder Zugang zu allen Lebensbereichen – ob es ihrem Alter und Entwicklungsstand entspricht oder nicht. […] Und überdies können die Fernsehbilder in ihrer ganzen Perfektion die Kraft haben, die eigenen Bilder der Kinder verkümmern und verarmen zu lassen, weil das eigene Schaffen dieser Konkurrenz scheinbar nicht Stand halten kann. Die Fernsehwelt kann sehr dominant und damit ungesund werden, wenn ein Mangel an realen Erfahrungen besteht und/oder wenig ausgleichende reale Interaktionspartner vorhanden sind, die immer wieder anregen, neue Ideen selber umzusetzen und auszuprobieren. 

Ruth Etienne Klemm: Zur Entstehung innerer Bilder – ein Überblick

Auch in meiner Familie wird die Bildschirmzeit zur Unterhaltung und Entspannung genutzt. Aber es gibt auch andere (bessere) Wege, um diese Bedürfnisse zu erfüllen. Ein Weg ist das Vorlesen. Wenn ich meinen Kindern ein Buch vorlese, laufen in ihrem Gehirn eine Vielzahl von komplexen Prozessen ab, die ihre kognitive, emotionale und sprachliche Entwicklung fördern. Hier sind einige der wichtigsten Aspekte:

  • Sprache und Verständnis: Das Hören von Geschichten aktiviert Bereiche im Gehirn, die für das Sprachverständnis und die Verarbeitung von Informationen zuständig sind. Meine Kinder lernen neue Wörter und deren Bedeutungen, so wird ihr Wortschatz erweitert und ihre Sprachentwicklung unterstützt.
  • Vorstellungskraft: Beim Vorlesen müssen meine Kinder eigene Bilder und Szenarien im Kopf erstellen, was ihre Vorstellungskraft anregt. Diese Aktivität fördert die Kreativität und die Fähigkeit, abstrakte Konzepte zu verstehen.
  • Empathie und soziale Fähigkeiten: Geschichten in Bilderbüchern enthalten oft emotionale Elemente, die meine Kinder dazu anregen, sich in die Charaktere hineinzuversetzen. Dies stärkt die Empathiefähigkeit und hilft ihnen, emotionale Zusammenhänge besser zu verstehen und zu verarbeiten.
  • Verarbeitung von Gefühlen: Durch die Auseinandersetzung mit den Emotionen der Charaktere lernen meine Kinder, ihre eigenen Gefühle zu identifizieren und zu benennen. Dies ist entscheidend für die emotionale Intelligenz.
  • Kritisches Denken: Das Vorlesen regt meine Kinder dazu an, Fragen zu stellen und über die Handlung nachzudenken. Dies fördert ihr kritisches Denken und die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen.
  • Aufmerksamkeit und Konzentration: Das Zuhören erfordert von meinen Kindern, ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren und sich auf die Geschichte zu konzentrieren. Diese Fähigkeit ist grundlegend für das Lernen in der Schule und im Alltag.
  • Bindung und Kommunikation: Das Vorlesen bietet mir eine wertvolle Gelegenheit, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen und zu kommunizieren. Diese Interaktion stärkt unsere Bindung.

Aber pädagogisch wertvoll ist doch ok, oder?

Es gibt eine Reihe von Inhalten, die pädagogisch wertvoll sind. Oder gerne sein möchten. Natürlich ist es besser, wenn ich meinen Kindern diese Inhalte anbiete. Aber die beiden Grundprobleme bleiben bestehen. In der Zeit, in der meine Kinder vor einem Bildschirm sitzen, sind sie nicht im direkten Austausch mit ihrer Umwelt. Auch pädagogisch wertvolle Inhalte liefern ihnen fremde Bilder; sie erzeugen keine eigenen Erfahrungsbilder.

Außerdem kann es durchaus vorkommen, dass pädagogisch wertvolle Inhalte nicht zu den Werten passen, die ich ihnen vermitteln möchte. Oder dass diese Inhalte meinen Kindern Angst machen. Deshalb bin ich dabei, wenn meine Kinder neue Inhalte konsumieren. So kann ich direkt Dinge klarstellen, wenn sie Fragen haben. Oder ich kann sie in den Arm nehmen, wenn sie sich ängstigen. Wenn sie sich allerdings zum zehnten Mal die Tiger-Folge von Anna und den wilden Tieren ansehen, suche ich mir in der Regel eine andere Beschäftigung. 

Im Übrigen finde ich es ratsam, die Inhalte zu prüfen, bevor ich sie an meine Kinder gebe. Bei Büchern lese ich den Klappentext oder blättere es kurz durch. Wenn ich dann das Buch vorlese, kann es immer noch sein, dass darin etwas steht, was ich oder meine Kinder nicht in Ordnung finden. Aber dann reden wir direkt darüber. Lieder und Hörgeschichten habe ich mir früher (als meine Kinder noch kleiner waren) erstmal selbst angehört, bevor ich sie meinen Kindern zur Verfügung gestellt habe. Und dabei einiges aussortiert, von dem ich dachte, es wäre pädagogisch wertvoll. Märchen wie “Das hässliche Entlein” und “Däumelinchen” sind bei mir durchgefallen: die sind so brutal, dass ich sie nicht mal meinem Zweitklässler vorlesen werde. Und auch “Eine Cola soll es sein!” (ein Song der ansonsten von mir hoch geschätzten “Unter meinem Bett”-Reihe) ist nicht auf der Playlist meines damals Vierjährigen gelandet. 

Dieses Vorsortieren gelingt mir mit zunehmendem Alter meiner Kinder immer weniger. Meine Kinder können sich für Serien begeistern, die ich vollkommen daneben finde: Feuerwehrmann Sam, Super Wings, Blaze und die Monster-Maschinen… Wie kann ich damit umgehen, wenn ich ihnen nicht vorschreiben will, was sie gut finden sollen? Auch hier besteht mein Weg darin, die jeweiligen Inhalte gemeinsam mit ihnen zu schauen. Ja, auch wenn’s weh tut! Und dann höre ich ihnen aktiv zu und stelle Fragen: Willst du auch mal bei der Feuerwehr arbeiten? Wohin möchtest du fliegen? Was gefällt dir bei Blaze am besten? Mit anderen Worten, ich versuche mich für die Begeisterung meiner Kinder zu begeistern.

Mein Dreiklang

Bildschirme sind schon längst Teil unserer Realität. Demnach halte ich nichts davon, sie zu verteufeln. Sinnvoller ist es meiner Meinung nach, einen passenden Umgang mit den Bildschirmen zu finden. Die Frage ist nicht, ob meine Kinder Bildschirmzeit haben, sondern wie viel (dosieren), was sie sehen (selektieren) und wie sie dabei begleitet werden

Dosieren

Wie bei allem macht auch hier die Dosis das Gift. Je kleiner Kinder sind, desto geringer sollte ihre Bildschirmzeit ausfallen. 
Ich schaue hierbei auf meine Kinder. Wie alt sind sie? Wie gut tun ihnen die fremden Bilder? Bekommen sie neben der Bildschirmzeit auch ausreichend Gelegenheit, um ihre eigenen Bilder zu erschaffen?
Und ich schaue auf mich selbst. Wie viel Zeit verbringe ich selbst vor dem Bildschirm? Wie häufig schaue ich Fernsehen und was schaue ich mir dann an? Wie oft nutze ich mein Smartphone, wenn meine Kinder dabei sind? Wofür nutze ich es? Ich mache mir klar, dass ich für meine Kinder nicht präsent bin, wenn ich mit meinem Smartphone beschäftigt bin. Je mehr Zeit ich einem Bildschirm widme, desto stärker nehmen meine Kinder wahr “Der Bildschirm ist wichtiger als wir”.

Selektieren

Es geht mir darum, zu steuern, was meine Kinder sehen. Ich will vermeiden, dass sie Zugriff auf Inhalte haben, die für ihr Alter nicht angemessen sind. Das Selektieren wird aus meiner Sicht besonders relevant, wenn meine Kinder beginnen, das Internet zu nutzen. Angenommen, ich mache mit ihnen einen Städtetrip nach Hamburg. Dann würde ein mitternächtlicher Besuch auf der Reeperbahn nicht auf unserem Programm stehen. Und schon gar nicht, würde ich sie dort allein rumlaufen lassen. Also warum sollte ich sie ohne Begleitung und Sicherheitsnetz durch das Internet surfen lassen? Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Tools, die bestimmte Inhalte blockieren (Blacklist) bzw. definierte Inhalte gestatten (Whitelist). Mit all dem darf ich mich in den nächsten Jahren vertraut machen. 

Begleiten

Aktuell begleite ich den Medienkonsum meiner Kinder wortwörtlich. Ich sitze meistens neben ihnen, wenn sie fernsehen. Ich höre neue Geschichten, in der Regel gemeinsam mit ihnen. Wir können so direkt über Inhalte sprechen. Die allermeisten Geschichten (egal ob gelesen, gehört, oder gesehen) wirken noch nach und meine Kinder stellen dazu zu einem späteren Zeitpunkt Fragen oder spielen Situationen nach. Ich liebe diesen Austausch, sie lassen mich an ihren Gedanken teilhaben und ich merke, was sie bewegt. Das ist auch das, was ich mir für die Zukunft wünsche. Dass sie mich teilhaben lassen, wenn ich nicht mehr dabei bin. Dass wir im Gespräch bleiben.

Statt starren Vorgaben zu folgen, richte ich mich beim Thema Bildschirmzeit an diesem Dreiklang aus. Generell halte ich wenig von starren Vorgaben – egal zu welchem Thema. Es gibt schlicht nicht den EINEN Weg. Jede Familie ist anders und darf ihren eigenen Weg finden. Unser Weg besteht momentan darin, dass jedes meiner Kinder sich pro Tag eine Sendung (15-25 Minuten) aussuchen darf. Meistens schauen wir dann gemeinsam die jeweilige Sendung, sie kommen so auf eine Bildschirmzeit von 30-60 Minuten. Manchmal sind es auch 90 Minuten. Fernsehen ist allerdings auch das, was zuerst hinten runter fällt, wenn wir andere Dinge vorhaben und Erfahrungen im echten Leben sammeln. 

Fazit: Eigene Erfahrungen haben Vorrang

Bildschirme sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, und es ist unrealistisch, sie komplett zu verbannen. Viel wichtiger ist es, einen gesunden Umgang damit zu finden. Für mich steht im Vordergrund, meinen Kindern die Fähigkeiten und das Vertrauen zu vermitteln, die sie brauchen, um später selbstbestimmt und verantwortungsvoll durchs Leben zu gehen. Dabei ist es entscheidend, dass sie ihre eigenen inneren Bilder entwickeln (also eigene Erfahrungen sammeln) und nicht nur fremde Eindrücke übernehmen.

Der Dreiklang aus Dosieren, Selektieren und Begleiten hilft mir, den Medienkonsum meiner Kinder sinnvoll zu gestalten. Indem ich ihre Bildschirmzeit bewusst steuere, die Inhalte prüfe und gemeinsam mit ihnen erlebe, sorge ich dafür, dass sie genügend Raum für direkte Erfahrungen und soziale Interaktion haben. Denn am Ende zählt, dass sie nicht nur Konsumenten von Medien sind, sondern aktive Gestalter ihres eigenen Lebens und ihrer inneren Welt.

Wer schreibt hier?

  • Ulrike Wolf

    ist Mama-Coach, Mutmacherin und Möglichmacherin.

    Sie begleitet Mütter dabei, aus dem Dauerstress des Alltags auszusteigen, ihre eigenen Bedürfnisse wieder wahrzunehmen und echte Verbundenheit im Familienleben zu schaffen. Dabei greift sie auf eigene Erfahrungen als Mutter zweier Kinder, fundierte Coaching-Methoden und ihr Wissen zur Nervensystemregulation zurück.

    WebsiteInstagram

Kommentare

2 Antworten zu „Bildschirmzeit von Kindern – so denke ich darüber“

  1. Avatar von Wiebke Schomaker

    Liebe Ulrike,

    vielen Dank für deinen großartig aufgebauten Artikel über Bildschirmzeit bei Kindern! Ich hatte beim Lesen einige Aha-Momente und finde es total spannend, wie du die Fundamente erklärst und genau schaust, welche Bedürfnisse eigentlich hinter Bildschirmzeit versteckt sind. Aus dieser Sicht habe ich Bildschirmzeit noch gar nicht explizit betrachtet und freue mich deshalb umso mehr, bei dir Neues gelernt zu haben.
    Herzliche Grüße, Wiebke

    1. Avatar von Ulrike Wolf

      Hallo Wiebke,
      danke für dein Feedback. Machen wir uns die Mühe auf die lieben Bedürfnisse zu schauen, dann ist der Weg zur Lösung des jeweiligen Problems gar nicht mehr so weit.
      Ich bin gespannt auf die Zusammenfassung deiner Blogparade.
      Liebe Grüße, Ulrike

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