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Januar 2025: Heiße Themen trotz kühler Temperaturen

Januar 2025: Heiße Themen trotz kühler Temperaturen

Monatsrückblick schreiben, ja oder nein? Mir scheint, ich habe gar nicht genug „Futter“, um etwas Interessantes zu schreiben. Vielleicht noch lieber nur quartalsweise? Andererseits bringt diese Routine auch Beständigkeit ins Schreiben. Die letzten Tage habe ich hin und her überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es für dieses Jahr nochmal monatsweise probiere. 

Bücher auf der Bühne: Funktioniert das? Ja! 

Ich bin ein richtiger Bücherwurm, aber Formate wie das Literarische Quartett oder klassische Buchrezensionen haben mich nie angesprochen. Anders war es beim eat.READ.sleep Podcast. Hier reden Katharina Mahrenholz, Jan Ehlert und Daniel Kaiser mit einer solchen Lebendigkeit über die verschiedensten Bücher, dass ich aus jeder Folge Leseempfehlung mitnehme (wenn nicht für mich, dann für andere – ich verschenke nämlich auch gerne Bücher).

Im letzten Jahr habe ich dem Lesen und somit auch diesem Podcast weniger Raum gegeben. Umso schöner war es, auf einer Live-Veranstaltung von eat.READ.sleep zu sein. Es war ein sehr kurzweiliger Abend. Und ich hätte nicht gedacht, dass das Format so gut auf die Bühne passt. 

Allerdings hat mich erschreckt, wie wenig Menschen in meinem Alter dort waren. Oder anders formuliert, dass hauptsächlich Menschen jenseits der 60 dort waren. Ja, mir ist schon klar, dass viele Leute in meinem Alter gerade andere Prioritäten haben. Bin ja auch nicht alle paar Wochen im Theater oder auf einer Lesung. Gleichwohl kam ich mir ein wenig deplatziert vor. 

Und da ist es wieder, das Murmeltier 

Irgendwie bin ich in einer Raum-Zeit-Kapsel gefangen, zumindest was die Ideen für Monatsrückblick-Titel angeht. “Ist das euer Ernst?” würde für Januar genauso gut passen wie für November 2024.

Was denkt sich die Führung der Christdemokraten? Sind ihre Prinzipien nichts wert? Geht es wirklich nur darum, möglichst gut im Wahlkampf abzuschneiden? Und sind dafür alle Mittel recht? Paula Paula bringt es in ihrer Version von JEIN ganz gut auf den Punkt.

Hat es schon vor 55 Jahren eine solche Lehrerknappheit gegeben, dass der Geschichtsunterricht bei Herrn Merz ausgefallen ist? Franz von Papen hat bereits eindrucksvoll dargestellt, wie falsch man liegt, wenn man denkt, die eigene Macht lässt sich vergrößern, indem man sich die Stimmen der Nazis kauft. Du könntest jetzt sagen: „Hey Ulrike, nur weil Franz das nicht hinbekommen hat, bedeutet das ja nicht, dass Friedrich das nicht schafft.” Stimmt, das müsste ja erstmal ausprobiert werden. Aber wir haben hier keine Laborbedingungen. Wir können nicht in einem abgeschotteten Bereich austesten, ob es klappt oder nicht. Hier wird gleich am offenen Herzen operiert.

Glücklicherweise haben einige Abgeordnete der Union (12) und FDP (23) nicht für den Entwurf des “Zustrombegrenzungsgesetzt” gestimmt, so dass eine Mehrheit nicht zustande kam. Das war knapp, aber so wirklich drüber freuen kann ich mich nicht. Das Ganze hat einen mehr als schalen Nachgeschmack.

Bis vor kurzem hätte ich mich als unpolitischen Menschen bezeichnen. Zwar gehe ich zur Wahl, informiere mich über Themen und diskutiere ab und zu mit Menschen aus meinem Umfeld. Aber ich war noch nie auf einer Demo, war nicht als Wahlhelfer aktiv und finde, politische Einstellungen sind auch irgendwie Privatsache.

In meinem Umfeld halte ich meine Ansichten nicht zurück. Ich gehe wirklich gerne in Diskussionen. Und mir ist es auch wichtig mit meinen Kindern über das, was passiert, im Dialog zu sein. Der letzte Sonntag hat dazu eine wunderbare Gelegenheit geboten. Sonntag, das bedeutet bei uns auf dem Sofa zu lümmeln und die Sendung mit der Maus zu schauen. In der Folge vom 25.01.2025 geht es um genau eine Lebensgeschichte hinter den Stolpersteinen. Und zwar um die von Felix Nussbaum, der einfach nur Maler werden wollte und dann vor den Nazis quer durch Europa floh.

Immer wieder bin ich davon fasziniert, wie gut es dem Maus-Team gelingt, solche schweren Inhalte klar und kindgerecht aufzubereiten. Während der Folge gab es kaum Fragen meiner Kinder. Die kamen später.

Was bedeutet „ermordet“? Warum haben die Polizisten denn nicht aufgepasst und geholfen? Warum haben sie einen Stern getragen? Sie hätten ihn doch einfach nicht an die Jacke machen können, dann hätten die anderen sie nicht erkannt. Aber das war alles früher. Jetzt kann das nicht mehr passieren, oder?

Tja, kann das jetzt wieder passieren? Ich glaube schon. Also, weiter rein ins Gespräch: „Es gibt Menschen in unserem Land, die geben auch gerade anderen die Schuld für ihre Probleme. Und diese Menschen wollen zum Beispiel alle Ausländer wieder zurück in die Länder schicken, aus denen sie geflohen sind.“ Und während meine Kinder scheinbar ganz leicht zwischen richtig und falsch unterscheiden können, fällt es ziemlich vielen Erwachsenen gerade schwer…

Aber das nach außen tragen? All das nicht rein privat sein lassen? Puh, das ist ein anderer Schnack. Da verlasse ich definitiv meine Komfortzone. Andererseits bin ich auch Teil der sogenannten Zivilgesellschaft. Und wenn sie ruhig bleibt, wenn sie denkt, dass sie keinen Einfluss hat, dann könnten wir das mit der Demokratie auch gleich sein lassen.

Genau das will ich aber nicht. Ich will in einem demokratischen Land leben. In einem Land, in dem meine Grundrechte geschützt sind und ich den Institutionen vertrauen kann. In einem Land, in dem wir die Verschiedenheit aushalten und sie als Bereicherung verstehen – anstatt im Gleichschritt blind in eine bestimmte Richtung zu marschieren.

Aus dem Kopf und in die Aktion

Die Jahresrückblog-Challenge von Judith Peters war eine gute Gelegenheit um mich mit meinen Zielen auseinander zu setzen. Ziele definieren und Strategien zur Umsetzung finden sind feste Bestandteile im Coaching-Prozess. Die Idee, Neujahrsvorsätze als Aufhänger zu nehmen, um dem Thema eine Newsletter-Serie zu widmen, drängte sich regelrecht auf. Und schwupp-die-wupps war sie auch schon umgesetzt. Für neue Ziele ist es nie zu spät und selten zu früh. Vorsätze kann man das ganze Jahr über fassen und die dreitägige E-Mail-Serie hilft bei der Umsetzung.

Eine zweite Idee war diesen Monat bereit umgesetzt zu werden. Wie üblich kommt die Motivation beim Tun und das habe ich auch beim Umsetzen dieser Idee erlebt. Seit fast zwei Wochen ist das Freebie Dein 10-Minuten-Abendcheck nun auf der Welt und meine Newsletter-Abonnenten waren die ersten, die davon erfahren haben.

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Was im Januar 2025 sonst noch los war

  • Das Wetter hat oft zum zu Hause bleiben eingeladen. Haben wir gerne angenommen; wir haben viel (vor)gelesen und gespielt. 
  • Überraschung im Hochbeet: der relativ milde Winter hat zwei Radieschen wachsen lassen.
  • An einem sehr kalten Sonntag haben wir einen spontanen Ausflug mit dem Rad gemacht. Die Bewegung an der frischen Luft und die Sonne taten nach den ganzen grauen Tagen wahnsinnig gut. Der heiße Ingwertee danach allerdings auch.
  • Über die Schule bin ich auf Tomoni aufmerksam geworden. Dieses gemeinnützige Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, über psychische Krankheiten aufzuklären. Aktuell bieten sie kostenfreie Webinare für Eltern an – Prädikat: sehr empfehlenswert! In diesem Interview verrät Alix, die Gründerin, warum es das Unternehmen gibt.
  • Die Firma, für die ich hauptberuflich arbeite, hat einen neuen CEO bekommen. Mein erster Eindruck ist positiv und lässt mich optimistisch nach vorne blicken.

Was ich im Januar 2025 gebloggt habe

Status meiner Jahresziele 

In meinen Jahresrückblick habe ich mir ein paar sportliche Ziele gesetzt. Die monatlichen Rückblicke werde ich nutzen, um festzuhalten, ob ich am Ball bleibe. 

  • Blogartikel: 4 Artikel ohne diesen hier – läuft würde ich sagen.
  • Reels: –
  • Angebote: Siehe Abschnitt “Aus dem Kopf und in die Aktion”.
  • Zusammenarbeit: Wir haben ein neues Konzept erarbeitet und werden es nächste Woche vorstellen. Bin sehr gespannt, wie es angenommen wird.
  • Einschulung: Den Ranzen haben wir tatsächlich jetzt schon. Er wurde auch bereits stolz im Kindergarten präsentiert. 
  • Nähen: –
  • Fotos: Viel fotografiert habe ich nicht, aber 3-4, die sich für den nächsten Jahresrückblick eignen, sind tatsächlich dabei.

Wer schreibt hier?

  • Ulrike Wolf

    begleitet Mütter dabei, aus dem Dauerstress des Alltags auszusteigen, ihre eigenen Bedürfnisse wieder wahrzunehmen und echte Verbundenheit im Familienleben zu schaffen. Dabei greift sie auf eigene Erfahrungen als Mutter zweier Kinder, fundierte Coaching-Methoden und ihr Wissen zur Nervensystemregulation zurück.

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Kommentare

Ein Kommentar zu „Januar 2025: Heiße Themen trotz kühler Temperaturen“

  1. Avatar von Astrid

    Liebe Ulrike,
    ich denke auch immer, dass ja nichts los war, worüber ich schreiben könnte. Und wenn ich dann erst dabei bin, merke ich erstmal, was in dem Monat alles geschehen ist. In die Falle tappe ich immer wieder.
    Allein das ist schon ein guter Grund für den Monatsrückblick. Wir würden uns dieser Reflexion berauben, und das wär doch schade.
    Toll, dass du doch noch so viele interessante Aspekte gefunden hast, über die du geschrieben hast.
    Liebe Grüße
    Astrid

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Mit einem freien Kopf entspannt einschlafen

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